Covid-19-IMPFUNG IN UNSERER PRAXIS – Stand 24.06.21

Liebe Patient*innen. Sie können sich zur Corona-Impfung in unserer Praxis anmelden. Bitte tun Sie das NUR per e-mail unter Angabe Ihres Alters, Ihrer Telefonnummer und ggf. Ihrer Priorisierungs-Indikation! Bitte nicht per Telefon!

Seit dem 07.06.21 ist zwar offiziell die Priorisierung weggefallen. Allerdings sind weiterhin viele Personen der Prio-Gruppe 3 (> 60 Jahre, Chronische Grunderkrankung, berufliche Indikation etc.) und auch solche der Prio-Gruppe 2 noch nicht geimpft. Und weiterhin kommt es zu Lieferengpässen bei den Impfstoffen. Haben Sie daher bitte Verständnis dafür, dass es zu Wartezeiten bei der Impfterminvergabe kommen wird.

Die Nutzen-Risiko-Abwägung für eine Impfung von Kindern/Jugendlichen im Alter von 12-15 Jahren und ohne Vorerkrankungen spricht bisher nicht überzeugend für eine Impfung. Diesbzgl. halten wir uns an die Empfehlungen der STIKO.

Für die Impfstoffe AstraZeneca und Johnson&Johnson gilt unverändert die Bewertung der STIKO: Sie sind für Personen ab 60 Jahren uneingeschränkt empfohlen und vergleichbar wirksam mit den anderen Impfstoffen. Bei jüngeren Menschen, insbesondere bei jüngeren Frauen besteht aber ein erhöhtes Risiko für Impfkomplikationen (Thrombosen, darunter auch Sinusvenenthrombosen), wenn diese auch extrem selten sind.

Auf ausdrücklichen Wunsch, nach eingehender individueller Aufklärung und Bestätigung der individuellen Risikoakzeptanz können diese Impfstoffe daher auch an Personen unter 60 Jahren verimpft werden! Allerdings bleiben wir dabei, sie nicht an jüngere Menschen < 40 Jahren zu verimpfen.

Nach wie vor gilt: Die Zweitimpfung von Vaxzeriva® von AstraZeneca sollte möglichst nach 12 Wochen erfolgen, da die Studienlage zeigt: ein Impfintervall von 12 statt 6 Wochen verbessert die Wirksamkeit um bis zu 30%. Ein Impfintervall von nur 4 Wochen ist medizinisch nicht sinnvoll!

Hier finden Sie Veranschaulichungen zur Nutzen-Risikoabwägung bezüglich AstraZeneca

Hinsichtlich der Terminwahl bestehen deutliche organisatorische Einschränkungen. So müssen bei AstraZeneca immer 12, bzw. 24 Personen und bei Biontech eine durch 7 teilbare Anzahl an Impflingen in einem Zeitfenster geimpft werden (in der Regel zw. 14-16 Uhr). Alles Weitere zum Impfen, Aufklärungsmaterial und Einverständniserklärung finden Sie weiter unten!

AKTUELLES ZU CORONA
Stand 24.06.2021

Liebe Patientinnen und Patienten,

bei Dominanz der sogenannten Alpha-Variante (vormals „Britischen Virus-Mutation“) haben wir gerade die 3. Infektionswelle hinter uns gebracht. Nun gilt es, die aufkommende Delta-Variante in Schach zu halten. Auch diese Virusvariante ist ansteckender und krankmachender als der Wildtyp. Immer deutlicher macht sich der Effekt der Impfungen an den stark sinkenden Inzidenzzahlen bemerkbar. Z.Z. sind bereits ca. 57% der Bielefelder*innen mindestens einmal und ca. 35% abschließend geimpft. Unverändert bleibt jedoch das Einhalten der AHA-L-Regeln (Abstand – Hygiene – Alltagsmaske – Lüften) wichtig.

Für die Kontaktaufnahme mit unserer Praxis gilt weiterhin grundsätzlich: Bei Erkältungssymptomen, Covid-19-Verdacht und Abstrichwunsch trotz fehlender Symptome: Immer zuvor telefonische Absprache!


Indikation zum Corona-Abstrich beim Hausarzt

Achtung: Grundsätzlich können wir Abstriche nur bei unseren eigenen Patienten leisten!

1. Corona-verdächtige Symptome (GKV-Kassenleistung)

Bei Fieber, akutem Husten, Schnupfen, akutem Geschmacks-/Geruchsverlust, insbesondere bei bekanntem Kontakt zu einer Corona-positiven Person.

2. Warn-Nachricht auf der Corona-Warn-App (GKV-Kassenleistung)

Falls Sie die Corona-Warn-App geladen haben und den „Roten“ Warnhinweis „Hochrisiko-Kontakt“ zu einer positiv getesteten Person bekommen, können Sie sich beim Hausarzt abstreichen lassen.

3. Personen mit positivem AG-Schnelltest oder positivem Selbsttest (Kosten trägt der ÖGD)

Wenn Sie – obwohl symptomfrei – einen positiven AG-Schnelltest oder Selbsttest haben, gelten Sie als Verdachtsfall und müssen einen PCR-Test machen lassen. Zum Nachweis bringen Sie den besagten Schnell- bzw. Selbsttest mit. Auf diesem sollten Testdatum und Name vermerkt sein. Alternativ geht auch ein Attest über das Schnelltestergebnis, welches der Testdurchführende (z.B. Apotheke, öffentliche Teststelle) ausgestellt hat.

4. Kontaktpersonen von mit SARS-CoV-2 infizierten Personen (Kosten trägt der ÖGD)

Dies sind Familienmitglieder im selben Haushalt / Mitbewohner oder Personen, die in den letzten 10 Tagen länger als 15 Minuten engen Kontakt mit einem Infizierten hatten, wozu auch Schüler*innen aus Klassen mit einem Infektionsfall zählen.

5. Service-Leistung Corona-Abstrich:

Eventuell und nach vorheriger Rücksprache kann ein Wunschabstrich beim Hausarzt erfolgen. Dieser ist dann als Privatleistung abzurechnen. Abstriche auf Wunsch von Pflegeheimen, Pflegediensten, Krankenhäusern, Arbeitgebern oder sonstigen Institutionen fallen nicht in die Zuständigkeit kassenärztlicher Versorgung. Sie können nur ausnahmsweise nach Rücksprache erfolgen, müssen aber natürlich privat finanziert werden.

Mitteilung Ihres Testergebnisse:

Sollte bei Ihnen ein Test durchgeführt werden, können Sie dessen Ergebnis über Ihre Corona-Warn-App abrufen. Alternativ können Sie die Nummer des QR-Codes auf Ihrem Laborbegleitschein notieren und später unter folgender Internetadresse eingeben: https://www.mein-laborergebnis.de

Antigen-„Schnell“-Tests

Antigen-Tests können in einem Zentrallabor oder als PoC-Schnelltest vor Ort durchgeführt werden. Hierzu ist zu sagen:

  • Antigentests müssen in der Probengewinnung besonders akribisch durchgeführt werden.
  • Ihre positive Vorhersagegenauigkeit (d.h. Wahrscheinlichkeit, dass man bei pos. AG-Test auch wirklich positiv ist) liegt bei einem Erkrankungsvorkommen (Prävalenz) von wenigen Prozent kaum über 70%, die negative Vorhersagegenauigkeit (d.h. die Wahrscheinlichkeit, dass man bei neg. AG-Test auch wirklich negativ ist) dagegen deutlich über 90%. Unsicherheit: Die Infektion hat in den letzten 1-2 Tagen stattgefunden. Somit bleibt ein negatives Ergebnis eine „Momentaufnahme“ und entlastet nicht von den wichtigen Hygienemassnahmen (AHA-L-Regeln).
  • Die Durchführung ist mit 15-20 Minuten Dauer sehr zeitaufwändig.
  • Am sinnvollsten ist der AG-Test bei symptomatischen Personen, um auf die Schnelle zwischen banaler Erkältung und Covid-19 unterscheiden zu können.
  • Wenn ein Test positiv ausgefallen ist, dann muss auf jeden Fall zur Diagnosesicherung noch ein PCR-Test durchgeführt werden.

Indikation zum Antigen-Test beim Hausarzt

Antigen-Tests stellen deswegen nur eine unter bestimmten Umständen sinnvolle Ergänzung in der Diagnostik dar. In einer Hausarztpraxis sind sie neben den o.g. Indikationen nur in wenigen Fällen sinnvoll.

Sinnvolle Anwendungen sind darüber hinaus die Testung von Personal aus medizinischen Berufen (Anspruch bis zu 10 x/Monat auf Kosten des ÖGD), Testungen von Mitarbeitern und Besuchern in Pflegeheimen (letztere Testungen erfolgen vor Ort in den Heimen) sowie in Schulen.

Seit dem 08.03.21 gibt es kostenlose Antigen-Tests für alle, die es wollen (sog. „Bürgertestung“). Dies ist eine Dienstleistung, die nicht vorrangig in den Aufgabenbereich ärztlicher Tätigkeit fällt. Deshalb gilt: Diese AG-Tests und Tests auf Wunsch von Arbeitgebern außerhalb des Gesundheitswesens führen wir grundsätzlich nicht durch! Andernfalls würde dies auf Kosten der Versorgung unserer Kranken gehen.

Quarantäne-Regeln

Die Rechtsverordnungen des Landes NRW besagen:

1. Jede symptomatische Person bzw. jede offizielle Kontaktperson, die sich auf SARS-CoV2 testen lässt, muss sich mindestens bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses in Quarantäne begeben – auch ohne explizite Anordnung durch das Gesundheitsamt.

2. Im Falle eines positiven Testergebnisses muss die Person für 10 Tage ab Testung in Quarantäne bleiben. Gleiches gilt automatisch für alle Haushaltsangehörigen, für diese aber 14 Tage ab Testergebnis der ersten Person. Nach 10 Tagen können Haushaltsangehörige sich „freitesten“ lassen (PCR oder AG-Test). Ausnahme: Genesene oder durchgeimpfte Personen sind von der Quarantäne-Pflicht befreit, soweit sie keine Krankheitssymptome ausweisen.

3. Rückkehrer aus Auslands-Risiko- oder Hochinzidenzgebieten müssen bei Einreise einen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist oder direkt bei Einreise einen Test machen. Dafür reicht ein PoC-Test (Antigen-Test) aus. In jedem Fall müssen Sie trotzdem in Quarantäne. Sie können sich aber nach 5 Tagen freitesten lassen (Näheres erläutert das Gesundheitsamt). Ausnahme: Sie sind genesen oder durchgeimpft. Kommen Sie jedoch aus einem Virus-Variantengebiet zurück, müssen Sie in jedem Fall 14 Tage in Quarantäne.

Corona-Test-und-Quarantäne-Verordnung des Landes NRW in der Fassung vom 23.04.2021

Corona-Schutz-Verordnung des Landes NRW vom 23.04.2021

Hier die aktuelle Auflistung der Risikogebiete

Impfung gegen SARS-CoV-2

Es stehen mRNA-Impfstoffe der Firmen Biontech & Pfizer sowie der Firma Moderna und Vektorimpfstoffe der Firmen AstraZeneca und Johnson & Johnson zur Verfügung. Alle Impfstoffe sind hinsichtlich der Vermeidung schwerer, insbesondere tödlicher Verläufe ähnlich effektiv (bis zu 95%). Wegen geringer, aber signifikanter Häufung von Sinusvenen-Thrombosen insbesondere bei jüngeren Frauen gilt die Empfehlung, den Impfstoff von Astra-Zeneca nur bei Menschen > 60 Jahre zu verimpfen (gleichwohl kann er nach entsprechender Aufklärung und individueller Risikoakzeptanz auch bei Menschen < 60 Jahren gegeben werden).

Formulare für die Impfung mit mRNA-Impfstoff Comirnaty® von BionTech und Covid-19 Vaccine Moderna® von Moderna:

Aufklärungsbogen und Anamnese- und Einwillingungserklärung

Formulare für Impfung mit Vektor-Impfstoff von Vaxzevria® von AstraZeneca und Covid-19 Vaccine Janssen® von Johnson & Johnson:

Aufklärungsbogen und Anamnese- und Einwilligungserklärung

Weitere gebündelte Informationen des RKI zum Thema Covid-19 und Impfung

Ein sehr gutes Video rund um Fragen zur Corona-Impfung hat die Süddeutsche Zeitung am 05.05.21 ins Netz gestellt

Terminvereinbarung im Impfzentrum Bielefeld:

Festnetz: 116117

Mobil: 0800 / 1161102 (täglich von 08.00 Uhr – 22.00 Uhr)

Online-Anmeldung unter: https://www.116117.de/de/index.php

Unsere Praxis in Zeiten von Corona

Die derzeitige Corona-Pandemie wird uns noch viele Monate begleiten. Wichtig bleiben die bekannten Präventionsmaßnahmen:
Abstandhalten, Handhygiene und Mund-Nase-Schutz! In der kalten Jahreszeit zusätzlich: Regelmäßiges Stoßlüften mit Durchzug!

Der Zugang in die Praxis kann weiterhin nur nach vorheriger mündlicher Klärung Ihres Anliegens über die Klingel-Sprechanlage stattfinden. In der Praxis besteht die Pflicht zum Tragen mindestens eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes! Masken müssen auch die Nase bedecken und sind während des gesamtem Aufenthaltes in der Praxis zu tragen!

Patienten mit Erkältungssymptomen müssen grundsätzlich zunächst telefonisch mit einem der Ärzte sprechen. Insbesondere Patienten mit akutem Husten, Fieber, Schnupfen, akutem Geschmacks-/Geruchsverlust, sollen keinesfalls ohne Rücksprache in die Praxis kommen!

Sollte es vor der Praxis zu verstärktem Besucherandrang kommen, so bitten wir Sie dringend, auch hier die Abstandsregeln zu beachten! Sollte Wartezeit entstehen, so bitten wir Sie, nach Klärung des Besuchsanlasses auf dem Hof oder im Eingangsbereich zu warten, bis Sie eingelassen werden können.

Wenn wir alle in diesem Sinne weiterhin achtsam und verständnisvoll miteinander handeln, werden wir gemeinsam gut durch die restliche Phase der Pandemie kommen, bis genug Menschen geimpft worden sind!

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe!

Ihr Praxisteam

Telefon:
0521 – 144 13 51 oder
0521 – 144 13 52

Fax:
0521 – 144 16 22

Mail:
kontakt@praxis-eckardtsheim.de

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